Ablage P?

Vollmond mit Wolken

Ich bin niemand, der sich leicht von etwas trennen kann. Dies betrifft das reale Umfeld, in/von meiner Wohnhöhle, als auch sonst. In meinem Adressbuch habe ich einige Adressen drinnen stehen, deren Besitzer ich schon Jahre nicht mehr gesehen habe. Doch zumindest bekommt ein Großteil dieser Adress-Besitzer in meinen Karten-Schreibanfällen – meist im Urlaub + drumherum – immer noch ’ne Karte von mir. Und wenn ich so durchs Büchchen blättere, stelle ich fest, dass es längst nicht so viele Adressen beinhaltet, wie ich mal hatte, bzw. gebraucht habe.

Wenn ich dagegen mal das Adressbuch meines Communicators durchsehen würde, da habe ich sicherlich noch ein paar Adressen mehr – und sei es nur als E-Mail-Adresse, weil die Postadresse verschütt gegangen ist.
Theoretisch gibt es da sicher so die ein oder andere, welche ich wohl nicht mehr benötigen werde.

Ähnlich ist es bei meinem Instagram-Account.
Tja, auch wenn ich einen Riesenbogen um das Gesichtsbuch und WhatsApp mache – bei Insta hat es nicht ganz so gut geklappt. Dafür mache ich das eher halb. Denn ich arbeite nur über Browser. (Einbildung ist auch ’ne Bildung.)
Dort folge ich auch einigen Leuten aus der Vergangenheit. Es gäbe da zwar noch ein paar mehr, denen ich gerne folgen würde, sollte es sie da geben. Doch gibt es inzwischen auch welche, wo ich mir jetzt denke: ‚Taugt das noch was?‘
Was heißt taugen. Es gibt ja viele, die sind nur dort, um anderen zu folgen. Zum Beispiel einer meiner Onkels. Der folgt halt seiner Tochter und sonst noch einigen Verwandten + Dorfgeschehen. ;o)
Doch logischerweise habe ich mit ihm trotzdem noch was zu tun.
Wenn also jemand nur schaut, stört mich das nicht.

Doch wenn jemand hin und wieder selbst etwas postet, ich aber mit dieser Person so gar nichts mehr zu tun habe… (Ich muss mal nachforschen, wie es mit gegenseitigen Reaktionen aussieht.)
Wäre es da vielleicht mal an der Zeit, diesen Kontakt in die Ablage P zu verschieben?
Ich denke nicht, dass es auf der anderen Seite groß auffallen würde. Vor allen Dingen, wenn bei mir wohl eh noch nie eine Reaktion von dieser Seite angekommen ist.
Wäre ich für so eine Aktion emotional bereit?
Ich meine, viel fällt das bei mir auf dem Kanal dann eh nicht groß auf.

Ich habe zumindest das Gefühl, dass es an der Zeit wäre, da den Papierkorb zu benutzen.
Mal sehen.

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Wir sind Sterne

GalaxienDas Universum der Menschenbeziehungen ist groß und vielfältig. Es erstreckt sich über den ganzen Erdball – und inzwischen sogar darüber hinaus bis ins Weltall – und unterteilt sich in viele Galaxien und Sonnensysteme, in denen die verschiedenen Menschen umeinander kreisen.

Jeder Mensch ist sein eigenes Sonnensystem – der Anhang von ihm sind die ihn umgebenden Planeten, sprich z.B. die eigenen kleinen Kinder, die irgendwann selber zu Sternen werden – oder seine Haustiere, die ihn immer umkreisen werden. Ergibt sich eine Beziehung zu und mit einem anderen Menschen, verschmelzen zwei Sonnensysteme zu einem – mit einem Doppelstern.
Die Umlaufbahnen der einzelnen Sonnen- und Doppelsonnensysteme beschränken sich dabei nicht auf kleine, lokale Galaxien, sondern können über viele Galaxien hinweg reichen – von der Galaxie „Hintertupfingen“ bis zur Galaxie „Tibet“, zum Beispiel. Halt bis dahin, wo sich jemand aufhält, den man kennt. Doch sind es keine festen Umlaufbahnen, sondern sie sind stetigen Änderungen unterworfen, die manchmal ganz schnell gehen und manchmal Jahre dauern. Die verschiedenen Gravitationskräfte sind sich ständig am beeinflussen.

Es gibt nähere Umlaufbahnen, für die befreundeten Sternensysteme – weitere Umlaufbahnen für Bekannte… und noch welche für die Familie.
Freundschaftsbahnen kreisen mehr umeinander: Man unternimmt etwas zusammen; trifft sich; spricht miteinander mehr und öfter als mit anderen.
Bekanntheitsbahnen sind mit anderen Sternen gefüllt, die man zwar kennt, aber nicht so gut – oder nicht mehr so gut – wie die Freundschaftsbahnen.
Zwischen diesen beiden Bereichen sind durchaus immer wieder Wechsel von dem einem zum anderen möglich, je nachdem, wie sich die Gravitationskräfte anziehen oder abstoßen.

Auch mein System kreist. Es nähert sich Systemen an und entfernt sich von anderen. Oder ist es umgekehrt? Wer sich nähert und wer entfernt, das ist ja auch nur eine Frage des Blickwinkels, bzw. des eigenen Standpunktes. Alles ist relativ – nur die momentanen Ergebnisse zählen. Und gerade zur Zeit sehe ich von meinem Standpunkt aus wieder einen Umlauf-Bahnwechsel einiger befreundeter Sterne in die Umlaufbahn der Bekannten, die ja weiter weg liegt. Denn ich will meine Umlaufbahn nicht nur nach den Gravitationsfeldern der anderen Sterne ausrichten – diese sollen sich auch nach meinem Schwerkraftfeld richten. Und wenn dies nicht passiert, driftet man halt auseinander. Und es mag sein, dass sich vielleicht vom Blickpunkt dieser befreundeten Sterne aus nichts an meiner Bahn für sie geändert hat.
Und ob sie sich jetzt von mir entfernen – oder ich mich von ihnen, ist im Endergebnis egal. Auch wenn die anderen mich vielleicht noch auf der alten Position bzw. Umlaufbahn wahrnehmen – für mich ist es nicht so.

Mal sehen, wie lange es dauert, bis meine Positionsänderung von den anderen Sternen wahrgenommen wird. Denn bei so vielen Sternen, Systemen und Galaxien kann man schon mal den Überblick verlieren…
Doch es wäre gut, diesen wieder zu bekommen.