Ka Ki Ku – Kino

Wie ja vor einiger Zeit erwähnt, muss ich dieses Jahr mal wieder ins Kino, nachdem ich Kinogutscheine von meinen Christkindern *g* bekommen habe.

Letztes Jahr war ich ja, seit langer Zeit,  im Kino in StarWars VII. Und musste da lange überlegen, welcher Film wohl der letzte davor gewesen war, den ich gesehen hatte.

Ich denke, es war „Django Unchained“.

Und diese Überlegung machte mir klar, dass ich den neuen Tarantino ja auch sehen will/muss/sollte.

Und wenn ich hier schon über alles mögliche schreibe, warum dann nicht auch mal über meine Kinobesuche? Deshalb fange ich jetzt doch direkt mal an. Denn letzte Woche war ich dort, im letzten Tarantino.

„The Hateful Eight“Karte Hateful 8

Fast 3 Stunden lang, kam er mir sicher nicht so lange vor.

(Dieses Mal bin ich auf Nummer „Sicher“ gegangen, dass ich nicht wieder – wie bei Star Wars – mittendrinnen im Film auf die Toilette muss. Das war peinlich…)

Ich habe also diesmal die lange Zeit gut durchgehalten. 😉

Ich war letzten Dienstag, am 1.3., in dem Film. Da lief er in der 4. Woche. Leider – natürlich – nicht in der 70mm-Roadshow-Version. Dann musste halt das „normale“ Kinoformat reichen. Doch auch darin war er schon beeindruckend.

Die Zuschauerzahl war bereits überschaubar: um die 10 Mann + Frau im ganzen Kino.
In der 4. Woche.

Diese Woche läuft er in dem Kino nur noch an einem Tag.

Besonders neugie… äh, interessiert 😉 war ich auf die Musik, da ja Ennio Morricone für diese Filmmusik gerade mal einen Tag vorher seinen allerersten (längst wohlverdienten) Oscar erhalten hat. Sie war durchaus Ohrwurmfestsetzungswürdig. Von daher wird dieser Soundtrack definitv auch in meiner CD-Sammlung landen.

Der Film jetzt an sich…

Die Handschrift von Quentin Tarantino war durchaus deutlich zu erkennen. In den Dialogen, wie auch in den auftretenden Gewaltsequenzen.

Er gibt nichts auf „Political Correctness“.
Die Frauen im Film – in diesem speziellen Fall die Figur „Daisy Domergue“, gespielt von Jennifer Jason Leigh, bekommt genauso auf die Fresse, wie in Tarantinos Filmen Männer auf die Fresse bekommen. Ein falscher Mucks, der ihrem Kopfgeldjäger John Ruth (Kurt Russell) nicht passt… und sie hat wieder ein blutiges Gesicht.

Überhaupt ist es im ganzen Film nicht die Aufgabe von Jennifer, gut auszusehen. Im Gegenteil, die meiste Zeit des Filmes ist ihr Gesicht mit Blut und anderem Schmodder überzogen.

Lecker.

Ich sage, in meinen Augen war der Film durchaus „ein typischer Tarantino“. Auch in einem Teil seiner Darstellerriege: Samuel L. Jackson, Tim Roth, Michael Madsen…
Ich fand das Setting interessant, die Schneelandschaft, das große Format… auch wenn ich’s nur in „normal“gesehen habe…

Major Marquis Warren (Samuel L. Jackson) war ein richtiger Drecksack. Und es stimmt schon, was der Titel sagt: Hateful 8 – Irgendwie waren alle Figuren voller Hass und auch durchaus hassenswert. Alle – bis auf O.B. Der hatte einfach nur das Pech, die falschen Passagiere zur falschen Zeit zu fahren.

Wie fand ich ihn?

Auch wie bei SW VII finde ich: Er war… ok.

Tarantinomässige Gewaltausbrüche und Gewaltszenen, ansonsten viel Gerede.

Ok.

Bedingt durch das Kammerspielmässige Setting war dieses Mal nicht so viel Raum für Gewalt wie bei Django, oder vielleicht gar wie Kill Bill Vol.1. Aber durchaus ansehbar.

Interessant fände ich jetzt noch die 70mm-Version. Die ist ja noch um einige Minuten länger. Und man kann in dieser dann wohl der geschlagenen Daisy Domergue noch länger beim intensiven Spiel zusehen, blut-und-sonstig-Dreck-verschmiert. Allerdings werde ich diese wohl nicht mehr zu sehen bekommen.

 

Heute geht es dann in „Deadpool“.

Da wird mit Gewalt sicherlich auch nicht gespart werden.
Darauf lassen zumindest die Trailer schließen.
Yeah!

Über Musik – und was ist Heavy Metal?

Ich habe vor einigen Tagen ein wenig über Fragen zu Musik gegrübelt. Worüber genau – darüber gibt es jetzt diesen kleinen Eintrag. 😉

Meine ursprüngliche Frage, über die ich nachdenken musste, war
„Was ist Heavy Metal?“
Dazu komm ich dann noch.
Erst geht’s jetzt um das Thema, das sich bei mir aus dieser anderen Frage ergeben hat.
Nämlich: Wann, wie und/oder durch wen wird man auf eine Lieblingsmusik „geprägt“?

Meine Lieblingsnichte ist jetzt 11. (Das ich nur eine habe, erleichtert die Wahl sehr. *g*)
Ich habe mich schon ein paar Mal gefragt, was sie eigentlich für Musik hört.
Genau wie meine Neffen (beide 9).
Als ich ihnen das letzte Mal über den Weg gelaufen bin und gefragt habe, weil ich grad mal daran dachte, kam als Antwort: Was im Radio läuft.
Für mich bedeutet das: Sie haben noch keine Lieblingsrichtung in der Musik.

Gut. Mein persönliches Interesse ist recht weit gefächert, würde ich von mir behaupten. Ich mag es, wenn’s kracht, und schüttele dann dazu auch mein nicht mehr wallendes Haupthaar ordentlich. Aber ich höre auch total gerne instrumentale Musik – hier besonders Soundtracks (Original Scores) der verschiedensten Filme. Angefangen von Ennio Morricone, zu Herr der Ringe und Pan’s Labyrinth bis Star Wars.
Und insgesamt gesehen, stehe ich wohl mehr auf Moll. Würde ich jetzt so sagen.

Ich weiß, dass mir „Das Lied vom Tod“ mit der Mundharmonika bestimmt schon mit 9 eine Gänsehaut verpasst hat. Entsprechend waren meine ersten selbstgekauften Platten meist irgendwelche Soundtracks-Compilations. Über Western.

Musik-Western
Ich hab mir auch mal eine Platte von Dschingis Khan schenken lassen. Doch ich glaube, die erste eigene Gruppe für mich waren die Pet Shop Boys. Und ich glaube, mein erstes Lied, auf das ich ganz von alleine „abgefahren“ bin, war „19“ von Paul Hardcastle.
Ja, die NDW habe ich erlebt, aber eher so im Groben.
Und falsch.
Das erste „mein Lied“ war „Major Tom“ von Peter Schilling. Fällt mir jetzt im drüber schreiben ein.
Oder war es sogar noch früher „David’s Song“ der Kelly Family? Vom „Lied vom Tod“ abgesehen?
Zumindest habe ich mir damals keine Singles gekauft. Wenn ich mir Platten gekauft habe – als ich angefangen habe zu kaufen – dann waren das gleich LPs.
Wobei ich von „19“ durchaus gerne die Maxi mit der 10 Minuten-Version sofort noch jetzt gerne kaufen würde.
*Na-Na-Na-Na-Na-Nineteen!*
Wenn meine Nichte + Neffen jetzt sagen, das sie „Radio“ hören, haben sie „ihres“ noch nicht entdeckt. Vielleicht auch, weil die Eltern „nur“ Radiohörer sind? (Und dann auch noch von dem Radiosender hier in Hessen mit den 3 Buchstaben, den ich nicht leiden kann – aber Namen will ich hier keine nennen. ;o))

-Einschub-
Ich muss gerade an die Anekdote denken, das ich eine Zeitlang gerne den Soundtrack zu „Dune – Der Wüstenplanet“ gehört habe. Die Musik dafür wurde von der Gruppe Toto geschrieben/gemacht.
Dieser Soundtrack hat meiner Schwester (7 Jahre jünger) gar nicht gefallen. Manche Teile fand sie gruselig.
-Einschub-Ende-

Wenn ich dann jetzt im Vergleich dazu an die Kleine denke, die die Tochter eines Bandmitglieds der Band von ner Freundin ist… die ist so von ihrem Vater geprägt, die ist mit 8-10 (?) schon Heavy Metal-Fan.
(Ich sage ja selbst öfters zu Freunden oder Bekannten, das Boiling Blood für mich meist eher Krach ist. Aber zumindest die positive Form davon! (Will es mir ja nicht mit der Bassistin verscherzen. 🙂 ))

Nun, ich habe mir auf jeden Fall jetzt überlegt, dass ich meinen Musik-CDsNeffen + Nichte zu Weihnachten unter anderem mal jedem ’ne CD zusammenstelle, mit Liedern, die ich so gut finde. In der Hoffnung, das sie sich diese CDs auch mal anhören – und darauf dann irgend etwas entdecken, dass ihnen gefällt und was sie noch nicht im Radio gehört haben. Egal, ob jetzt Heavy, Soundtrack, Pop, Klassik, Minimal Music, Gothic… Und meine Schwester + Schwager bekommen dann auch eine. Die wird dann wahrscheinlich hauptsächlich aus Mittelalterrock bestehen, denke ich. Mal sehen.

Und jetzt zurück zur auslösenden Frage:
Was ist (eigentlich) Heavy Metal?

Ich war ja vor 2 Wochen bei Apocalyptica. Dafür war ich dann aber letzten Sonntag doch nicht bei Witt, wie ich es eventuell vor hatte. Nächstes Mal vielleicht wieder.
Auf der Fahrt nach Essen zur Spielemesse hab ich dann meinem Kumpel, der bösen Banane 😉 , mal das Lied vorgespielt, welches ich auf dem Konzert am geilsten fand.
Die Banane steht auf Heavy Metal. Und vor allem auf Metallica.
Für mich ist Apocalyptica Heavy. Wenn vielleicht auch eher wie Coppelius Heavy Wood. Doch das ist Wortklauberei. Ich bleib jetzt bei Heavy Metal.
Auf jeden Fall: Laut der Banane war Apocalyptica mit ihrer ersten CD, als sie mit 4 Cellos Metallica gecovert habe, Heavy Metal.. Und das hätten sie weiter machen sollen. Heavy Metal covern. Dann wäre es weiter Heavy Metal gewesen. (So interpretiere ich gerade seine Aussage.) Denn – so weiter – wenn sie jetzt eigene Lieder machen, auch wenn es jetzt „nur noch“ 3 Cellos und ein Schlagzeug (und manchmal Gesang) sind, dann ist es für ihn kein Heavy Metal mehr. Jetzt ist es für ihn „Klassik“… Ah ja.
Dem kann ich zwar überhaupt nicht zustimmen – aber es ließ mich nachdenken.
Was macht Heavy Metal zu Heavy Metal? Nur die Instrumentierung? Geht es nur mit E-Gitarren? Oder liegt es am treibendem Schlagzeug? Oder an der elektrischen Verzerrung der Instrumente?
Coppelius hat Lieder von Iron Maiden gecovert, mit Cello, Kontrabaß, 2 Klarinetten und Schlagzeug. Und sie machen eigene Lieder. Ist dies dann auch – bei dieser Instrumentierung – logischerweise Klassik? (Nach der Banane?)
Oder ist irgendwie alles einfach Hard Rock und die letztendliche Richtung ist egal?

Ich habe vor ein paar Tagen noch ein Video gesehen, den Auftritt von Apocalyptica in Wacken 2014. In dem Jahr hatten sie ein Orchester mit dabei. Streicher, Bläser… was so dazu gehört.
Ich fand den Auftritt gut – allerdings sind in meinen Augen bzw eher Ohren die Cellos – oder heißt es eigentlich Celli? – etwas untergegangen. (Ich seh gerade, es ist beides richtig. Was ein Glück. ^^)
Es ist wohl doch zumindest für mich schon mal ein Unterschied, ob eine „richtige“ Heavy Metal-Band mit E-Gitarren etc. sich ein Orchester dazuholt – oder halt per se klassische Instrumente.
Was macht also wirklich Heavy zu Heavy?
Die Intention, die dahinter steckt?
Das reicht wohl einigen nicht so ganz.
Doch bin ich für neue Ideen/Denkanregungen darüber dankbar.
Fällt euch was dazu ein?
(Und wieso werden bei solchen Konzerten die Leute immer zum rhythmischen Mitklatschen animiert – aber wenn bei Volksmusikveranstaltungen die älteren Herrschaften dies machen, dann wird darüber sich aufgeregt?)

Auf jeden Fall jetzt an alle, die es bis hierher geschafft haben, der Gruß, den ich von einem Mitspieler meiner ersten Theatergruppe mal vor Jahren bekommen habe, bevor er zum Studium ist:

Keep on Rockin‘!