Vom Suchen und Finden

Es existieren ja verschiedene Arten des Suchens.
Ich rede jetzt hier von der Suche nach anderen Personen. Nicht von der nach Unterlagen, Büchern, Platten oder anderem unbeweglichen Kram, von dem man genau weiß – oder sich zumindest sehr sicher ist – dass dieser Kram irgendwo in diesem Berg steckt.
Oder war es doch der andere Stapel?
Auf jeden Fall muss das Gesuchte irgendwo da vorhanden sein. Ich weiß es!
Nur wo?

Genau um diese Suche… geht es nicht.
Sondern, wie gesagt, um die Suche nach Personen, bekannt oder noch unbekannt.
Bei „bekannt“ wäre es jetzt z.B., dass man sich mit Freunden bei einer Veranstaltung treffen will, aber keinen Treffpunkt ausgemacht hat. Dann weiß man, der/die andere/n sind da… aber wo?

Eine Variante ist jetzt, man macht sich aktiv auf die Suche.
In dem Menschengetümmel, die auch alle herumwuseln.
Da kann man dann finden – oder auch nicht. Denn der andere sucht womöglich auch aktiv – und dann schaut A gerade nach, wo B vor 5 Minuten noch war, während B jetzt an der Stelle ist, an der A vor vielleicht 6 Minuten noch gesucht hat. Man könnte sich also durchaus den ganzen fiktiven Abend nicht finden, da man immer voreinander her läuft und sich hinterher sucht.
Gut – im Zeitalter des Handys inzwischen wohl eher unwahrscheinlich. Doch in der handylosen Zeit hätte dies so passieren können.

Eine andere Art der Suche, eine Alternative dafür, ist die passive Suche.
Man sucht sich einen guten Platz – dann bleibt man stehen, und wartet, dass die andere Person auf der Suche nach einem selbst an diesem Platz vorbeikommt.
Dumm nur, wenn beide passiv anfangen. Und dann gleichzeitig in den aktiven Suchmodus wechseln. Und dann… siehe Variante a.
Doch heutzutage besteht da ja nicht mehr so die Gefahr dafür. Den mobilen lebensunterstützenden Geräten sei Dank.

Das betrifft die Suche nach bekannten Personen.
Wie sieht es mit Unbekannten aus?

Wie vielleicht mitbekommen, habe ich mich mal testweise bei einer Online-Partnervermittlung angemeldet. Und nur für’s Protokoll: Ich habe mich dort übrigens vorerst wieder gelöscht. Bereits in der Nacht zum 4. Januar. Das heißt, ich habe nicht gewartet, ob es heute noch einen größeren Rabatt als 50% gibt. Und ich habe bei der Frage „Warum löschen Sie sich“ auch wirklich den Punkt „Zu teuer“ angeklickt. (Muss also jemand anderes die ganze Werbung zahlen, die ich zur Zeit fast überall sehe.)
Doch dies nur mal aus Nachtragungszwecken erwähnt.

So eine Vermittlung ist auch eine Art der Suche.
Und hier taucht jetzt folgender Punkt zum Nachdenken für mich auf:
Wenn eine oder mehrere Frauen in ihrem Profil dazu schreiben:
„Ich will nicht suchen, ich will gefunden werden.“

Dies wäre ganz klar die passive Art der Suche.
Bedeutet das jetzt, dass diese Dame/n keine Lust haben, selbst Geld auszugeben und sich stattdessen von Männern, die entsprechend für eine Mitgliedschaft bezahlt haben und deshalb frei herumkommunizieren können, anschreiben lassen möchten? Denn zumindest 1 Antwort kann sie ja dann verfassen… das reicht für das wichtigste.

Gibt es Personen, die sich wirklich bei so einer Vermittlung testweise anmelden, jedoch dann keine Lust haben, wirklich Geld zu zahlen und dann stattdessen erwarten, „entdeckt“ zu werden?
Oder wie soll ich den Satz sonst verstehen?
Das eine Frau in diesem, unserem modernen Zeitalter immer noch auf dem altmodischen Standpunkt steht, dass „der Prinz“ sie gefälligst finden soll? Statt selbst die Zügel vom Pferd des Prinzen zu ergreifen und somit Pferd samt Prinz anzuhalten und sich so selbst bemerkbar zu machen?
Oder seh‘ ich das falsch?

Nun – dieses Thema Vermittlung ist ja so für mich vorerst beendet.
Wenn ich mich in Zukunft doch noch mal für den Anmelde- und vielleicht sogar für den Vertragsabschluss-Schritt entscheiden sollte, werde ich darauf dann noch mal achten.
Um dann Neuerkenntnisse dazu hier mitzuteilen.
;o)

Neues Jahr, neuer Nachtrag

Für alle, die Statistiken jetzt nicht soo interessieren, hier direkt mal Nachreichungen zu den Blogs vom Dezember. Als erstes für alle Nicht-Statistikinteressierten noch mal ein

Gutes, Neues Jahr. Macht das beste draus. 😉

So – und jetzt an die Nachreichungen.

 

Zu Weihnachten

Es ist noch der 27. nachzureichen. Letzte Geschenkübergaben und so.
Die Mädels haben wieder ihre Kalender bekommen. JETZT kann ich es ja schreiben. Auch wenn sie eh schon wussten, dass es wieder Füchse und Schafe gab. Wie schon die letzten Jahre.
Bäähäää… 😉

Ich habe den fehlenden Bruder kennengelernt – und als Geschenk habe ich ein Reclam-Buch zum Selberschreiben bekommen *G* – und eine Kinobox für’s/vom Kinopolis. Das bedeutet: Ich muss mal wieder ins Kino! Wird Star Wars 7 also nicht der letzte Film für lange Zeit gewesen sein.
Und ja – ich war tatsächlich schon drinnen. Der Dank gebührt Din. ;o)

Was noch?

Nur für’s Protokoll: Wie mir gestern Nacht noch eingefallen ist, habe ich am 28. einen Termin meiner Bogenabteilung vergessen. Wir wollten die Stramitscheibe unterstellen. Peinlich. *rot werd*

Und jetzt noch der … irgendwie amüsante … zweite Nachtrag.

Es geht um die Online-Partnervermittlung.
Die mir zu teuer ist/war.

Überhaupt angelockt hatte sie mich mit angekündigten 25% Nachlaß. Zwischen den Jahren – nach gut einer Woche angemeldet OHNE Vertragsabschluß – wurden 33% daraus. Abgelaufen sind die am 30. Dezember. Und was soll ich sagen: Jetzt gibt es auf einmal 50 % Nachlass – bis zum 07.01.! Seit gestern.

Okee…?! Wenn ich noch 1 Monat warte, zahlen sie mir dann sogar was, damit ich mich vertraglich binde?! Wie find ich denn das? Bin ich ein Fisch, der um die Angel herumschwimmt, am Köder knabbert, aber noch nicht richtig zugebissen hat?

Ach ja, die 50% gelten nur für 1 + 2-Jahresverträge.

Warte ich mit dem Löschen jetzt bis zum 8., um zu sehen, ob NOCH was kommt?

Mal sehen.

Haltet die Augen auf nach dem nächsten Nachtrag.

 

;o)

Alles Suche, oder was?

Ich befinde mich mittlerweile in meinem 5. Lebensjahrzehnt. Ein Jahrzehnt, welches erst in ein paar Jahren abgeschlossen und vollendet wird. Jedoch ist die Zeit bis zu dieser Vollendung inzwischen kürzer als die bis hierher.

Oje.

Das sind weit über 10 Jahre mehr, als ich für mich überhaupt mal gedacht habe.
Und eigentlich die meiste Zeit davon bin ich auf der Suche. Die Ausnahme davon waren fast 5 Jahre, wo ich gefunden hatte. Und jetzt kurze Zeit in diesem Jahr, bei der ich an den Jackpot gedacht habe. Irren ist menschlich.

Also geht die Suche weiter.
Wobei ich mir bei der vielleicht auch durchaus selbst im Weg stehe? Ich kann es nur vermuten.

Wie ich, denke ich, bereits mal erwähnt habe, habe ich im Lauf der Jahrzehnte schon verschiedenste Suchvarianten ausprobiert.:
Ich habe auf Kontaktanzeigen geantwortet und selber welche geschrieben.
Ich war mit Bekannten auf Single- und „Fisch sucht Fahrrad“-Partys.
Ich habe Speed-Dating ausprobiert.
Ich habe mich auch schon mal bei kostenlosen Flirtportalen angemeldet, wie Flirtlife und Black-Flirt.
Ergebnis war bei allen immer: Nichts gefunden.

Was vielleicht, wenn nicht gar wahrscheinlich, an dem „mir selbst im Weg stehen“ liegt.

Innerlich bin ich inzwischen sicherlich recht verzweifelt, will dies aber nicht sein und erst recht nicht so wirken. Also immer weiter wie gehabt. Dumm nur, das ich – wie auch schon mal hier erwähnt – nicht flirte. Das ist für Flirtportale natürlich eher unpraktisch. Deswegen halte ich mich dort auch eher zurück, da ja die Frauen dort sicherlich eh sowas von zugeschrieben werden. Wenn eine Freundin direkt einige Anschriften bekommt, ohne überhaupt weiter etwas ausgeführt zu haben, nur weil sie eine FRAU ist…

Was bleibt da also noch?

Die Kostenvariante.

Ich habe die Möglichkeit, mich bei der „führenden Online-Partnervermittlung in Deutschland“ mit einem Rabatt anzumelden. Bzw. einen Vertrag mit Nachlass abzuschließen. Anmelden kann man sich dort zum Testen kostenlos.
Was ich vor Weihnachten mal getan habe.
Zum Testen und Anschauen.

Da darf man als erstes einige Fragen beantworten. Über das eigene Freizeit- und sonstige Verhalten. Kleidungsstil, Sozialverhalten… all so was.
Anhand dessen, wie man sie beantwortet hat, bekommt man dann Partnervorschläge. Diese haben eine Bewertung von maximal 140 Punkten abwärts. Diese Bewertung drückt gleiches oder zusammenpassendes Verhalten aus.

Mein höchster Vorschlag liegt bei 113.

Desweiteren kann man auch Bilder hochladen, die aber prinzipiell erst einmal unscharf den anderen angezeigt werden. Erst, wenn man selber diese an potentielle Partner/Interessenten freigibt, können diese die Bilder deutlich sehen.
Theoretisch. Praxis kommt gleich.
Erst nochmal zu den Fragen und deren Auswertungen.
Man kann sich eine kleine Zusammenfassung des eigenen Auswertungsergebnisses, unterteilt in verschiedene Oberpunkte, auf seiner Seite ansehen. Wenn jemand für wenigstens 1 Jahr einen Vertrag abschließt, bekommt er/sie diese Auswertung wohl superausführlich als PDF-File oder gar als Buch, wie ich gelesen habe.

Die Sache ist tatsächlich die, das ich mich in dieser Zusammenfassung durchaus erkennen kann. Auch wenn ich mit einigen Punkten eher nichts anfangen kann, weil… äh ja.

Diese Zusammenfassung generiert dann eine Punktzahl in den einzelnen Auswertungsbereichen, welche zu individuellen Vergleichspunktzahlen für andere führt, bei denen die einzelnen Bereiche gegenübergestellt werden. Der Durchschnittsbereich liegt zwischen 90 und 110.
Das bei mir jetzt ausgerechnet Unkonventionalität, Pragmatismus und Großzügigkeit überdurchschnittlich sind, hätte ich jetzt nicht so von mir gedacht.

In Zahlen stelle ich mich momentan so dar:

Grundzüge der Persönlichkeit

Instinkt 95
Gefühl 110
Verstand 102
Seelische Energie 92
Selbstkontrolle 87
Meine weibliche Seite 98

Strebungen und Tendenzen

Wunsch nach Partnernähe 89
Allgemeiner Kontaktwunsch 97
Allgemeine Kontakthemmung 101
Introversion 96
Extraversion 94
Großzügigkeit 111
Rückzugstendenz 100
Ausgleichsbereitschaft 94
Durchsetzungswille 96
Anpassungswilligkeit 94
Pragmatismus 119

Alltagsgestaltung

Wunsch nach geregeltem Leben 102
Häuslichkeit 107
Konventionalität 98
Unkonventionalität 122
Positive Grundeinstellung 100
Passivitätsbedürfnis 89
Aktivitätsbedürfnis 91

Interessant.

Es gibt dann bei den einzelnen Gegenüberstellungen noch sowas wie Kommunikationsstil mit Eltern-, Kindheits- und Erwachsenen-Ich… das ist bei mir der… äh ja-Bereich.
Doch werden die sich sicherlich schon was bei gedacht haben.
Denke ich.

Nun – es sieht im Überblick alles durchaus interessant aus. Und das bereits „nur“ in der Testphase.

Ich kann anderer Leute Profile ansehen. Ich kann sehen, was sie so auf einige offene Fragen geschrieben haben, die man zusätzlich beantworten kann, wie z.B. „Mein Vorschlag für das erste Date.“ Oder „Eine schräge Angewohnheit von mir:“.
Ich kann sehen, wie die Werte übereinstimmen (oder nicht).
Wenn ich jemanden interessant finde, kann ich ein Lächeln schenken.
Und mit dem Lächeln auch die Freigabe für meine Fotos schicken, damit die Empfängerin theoretisch meine Fotos deutlich sehen kann.
Fotos, die es hier fast alle schon mal gab – ich sage nur Halloween.

Und die Seite merkt sich sogar, wer alles schon auf meinem Profil war (inzwischen wohl 20), auf welchen Profilen ICH schon alles war und natürlich die eventuellen Nachrichten, die bereits gewechselt wurden.

Alles schön und gut.

Jetzt zum Praxisteil.

Diese Partnervermittlung ist – wie gesagt – kostenpflichtig.
Normalerweise bei einem halben Jahr Mitgliedschaft verlangen sie 49,90 €, bei einem Jahr 36,90 und bei sogar zwei Jahren Mitgliedschaft nur 24,90 €. Pro Monat.
Ergibt ohne Nachlass bei 6 Monaten 299,40 €, bei einem Jahr 442,80 € und bei zwei Jahren 597,60 Euronen.
Der Knackpunkt ist: Nur, wenn man einen Vertrag abgeschlossen hat, kann man auch wirklich Nachrichten schreiben. Auch unbegrenzt. Doch um auch wirklich die theoretisch für mich freigegebenen Bilder sehen zu können, benötigt man schon einen Jahresvertrag.
442,80 €, nur damit man Bilder richtig ansehen kann – sollten sie für einen freigegeben sein. Und dann natürlich auch kommunizieren zu können, wie es ja neudeutsch heutzutage heisst.

442,80 € !

Auch wenn es einen Rabatt von 33% gäbe, dann wären es immer noch 200,58 €; 296,64 € oder 400,32 € !
Sicher, wenn man es monatlich sieht und zahlt, sind es nur noch 33,43 €; 24,72 € oder 16,68 €. Das ist ja nun wirklich nicht so viel.
Und laut eigener Aussage der Vermittlung bleiben ja auch „9 von 10 Paaren“ zusammen.

Doch ich sehe halt jetzt eher den Betrag 442,80 € – oder halt 296,64.
Denn, sind wir doch mal ehrlich: Wenn es schon Fotos gibt, möchte man diese natürlich auch gerne ansehen können. Und nach der Entfernung sortieren können. Und wenn wir gerade dabei sind, auch nach Jahreseinkommen sortieren.

 

Will ich das?

Will ich das wirklich?

Bin ich wirklich SO verzweifelt, um 442,80 €, oder wegen mir nur 296,64 € zu zahlen?!

 

Ganz ehrlich?

Im Moment denke ich: Eher nein.

Ich denke von mir, ich bin für vieles offen und schaue mir auch gerne mal etwas an. Ich denke, mein Wert in Unkonventionalität lässt auch darauf schließen. Auch wenn mir eine Freundin vor einiger Zeit sagte, dass ich wohl bei manchen Sachen dagegen bin, nur um mich abzugrenzen. Nach dem Motto „Alle sind dafür, also will ich dagegen sein!“
Gut.
Ich kann das so nicht bestätigen oder verneinen. Das können nur diejenigen, die mich kennen. Ich denke und hoffe zumindest, dass diese Aussage NICHT zutrifft. Doch Eure eigene Bewertung dazu könnt Ihr gerne in die Kommentare schreiben. Vielleicht lese ich sie ja auch. 😉

Doch zurück zum eigentlichen Thema.

Im Moment habe ich irgendwie keine Lust, auf verkaufspolitische Gründe hereinzufallen, nur um Fotos sehen zu können. Auch wenn es – auch bereits bei Unschärfe – durchaus 2- 3 Frauen gäbe, die mein Interesse fänden. Doch da kommt bei mir wohl jetzt die pragmatische und vor allem pessimistische Seite durch.
Vieles kann, nichts muss = nichts wird.
Darum:
Ich denke nicht, dass ich im Moment da einen Vertrag abschließen werde.
Wahrscheinlich werde ich mich eher Anfang nächsten Jahres dort wieder löschen.
Vielleicht mache ich es dann in einem Jahr, wenn die Verzweiflung weiter gewachsen ist.
Statt dessen gebe ich wohl wahrscheinlich eher selbst im Februar mal wieder eine Anzeige auf. Die da lauten wird:

„Bauchiger Frosch, 45, sucht Aschenputtel (30-46). Märchenkleid vorhanden.“

 

In diesem Sinne bis nächstes Jahr.

Und

 

QUAAAAK!