
Wie heißt es so schön? Alles hat 2 Seiten.
Das ist tatsächlich auch bei meiner Arbeit so, bzw. meiner Firma. Letztes Mal habe ich mich ja nur über die eher nicht so gute Seite ausgelassen. Jetzt will ich auch mal über die gute Seite sprechen. Oder diese zumindest kurz anreißen.
Prinzipiell bin ich froh, in meiner Abteilung zu sein. Die Arbeit ist erträglich und Kollegen kann mensch zur Not übersehen. ;o) Müsste ich mich dazu noch mit Fluggästen herumschlagen, und irgendwelchen Vorgesetzten, die der Meinung sind, sie müssten sich auf Kosten der Mitarbeiter hervortun…
Bei uns steht seltenst mal ein OTL hinter uns zum Beobachten. Mancher Kollege hat mal als positiven Punkt genannt, dass das Geld immer pünktlich da ist. Nun, das ist in meinen Augen ja eher was normales.
Letztens durfte ich zwischendurch mal zum Offenen Coaching und unter Aufsicht 4 Koffer auswerten. Wenn du da den richtigen Trainer aus der Schulungsabteilung hast, dann ist dies auch relativ gut zu bewältigen. Doch auch bei den Trainern gibt es sicherlich den ein oder anderen, der eher Freude empfindet, wenn der Prüfling reingeritten werden kann. Von daher bin ich froh, da einen guten Trainer gehabt zu haben. :o)
Es gibt halt an allen Stellen Personen, mit denen ich eher etwas anfangen kann. Das gilt auch fürs Betriebsbüro. Da haben fast alle Kollegen EINEN Bearbeiter, bei dem alle versuchen, ihn als erstes zu erreichen. Einfach weil alle wissen, das derjenige tut was er kann, wenn jemand mal ein Problem hat. Und wenn bei ihm nichts geht, dann geht nichts. Bei anderen steht da eher die Frage im Raum: Wurde da jetzt wirklich nachgesehen + geprüft, oder halt nicht?
Ich hatte meine Fragen bzgl. Urlaubsplanungen erwähnt. Als Reaktion kam vom Personalbüro im Chat die Nachricht, das „wir haben Ihre Anfrage bezüglich der Urlaubsplanungen weitergeleitet. Den aktuellen Urlaubsanspruch lassen wir überprüfen. Beste Grüße…“.
Diese Chat-Nachricht war vom 23. Juli.
Höflich, wie ich bin, habe ich mich für diese Antwort bedankt… und eigentlich gedacht, es kommt dann noch eine genaue Antwort.
Da kam aber nichts mehr.
Deswegen habe ich am 29. Juli nochmal alle meine Fragen an das Personalbüro gestellt. Darauf gab es dann auch eine Antwort.
„…wir haben erfahren, dass sich die Urlaubsberechnung nicht durch das „wunschfrei“ verändert, da sich die Anzahl der Jahresarbeitstage dadurch nicht verändert. Auch die Formel der Berechnung verändert sich dadurch nicht… weitere Fragen zur Urlaubsplanung… Betriebsbüro.“
So weit, so gut.
Als weitere Nachricht kam dann noch, das Anfragen in der Regel von Montag bis Freitag innerhalb von 24 Stunden beantwortet werden. Hm. Deswegen hatte ich auf eine richtige Antwort auf meine erste Fragen überhaupt eine Woche nichts gehört. *Augenroll*
Ich hätte dies natürlich auch im Chat antworten können, doch das ist mir zu blöd. Immerhin hatte ich ja jetzt einen Teil meiner gewünschten Antworten, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass sich bei der Berechnung nichts geändert haben soll/wird? Denn zumindest im August habe ich bereits einen Arbeitstag mehr als nach meinem alten Rhythmus. Doch da werde ich wohl einfach nochmal bei unserem Betriebsrat nachhaken. Irgendwo muss es ja eine Berechnungsgrundlage für Urlaubstage geben. Da hat uns unsere Firma eh schon in zu vielen Jahren reingelegt. Von wegen 24 Urlaubstage… und von denen noch welche abziehen, wenn Einzelurlaubstage genommen wurden. :o/
Und hier zeigt sich jetzt, dass es vielleicht doch ganz praktisch ist, dass ich den Beitrag nicht direkt abgetippt habe. Denn vorgeschrieben habe ich ihn am 30. Juli. Und seitdem hat sich in der Sache noch ein bisschen was getan, was ich hier doch direkt auch noch mitteilen kann, wenn ich eh grad dabei bin. ;o)
Also, ich hatte mich wunschgemäß wegen der Urlaubsplanung an unseren besten Mann im Betriebsbüro gewendet, und habe IHM auch nochmal die ganzen Fragen gestellt.
(Wie viele Resturlaubstage? Wie ist das mit dem 3. freien Tag bei einer bereits genehmigten Urlaubswoche? Ist dann die komplette Woche frei? Wie viele Tage sind nächstes Jahr zu verplanen? Und nach welchem Rhythmus sollte ich da planen?)
Die Antwort hatte ich innerhalb von ein paar Stunden. Er ist nicht umsonst unser bester Mann. ;o)
Er hat mir also mitgeteilt, dass die geplante Woche komplett frei ist und ich dafür keinen extra Tag mehr beantragen muss. Und von ihm kam nun auch die Nachricht, dass es nächstes Jahr wieder 32 Tage zum Verplanen sind. Also doch 2 Tage mehr, und nicht wie von Personalbüro mitgeteilt. *Kopf schüttel*
Entsprechend habe ich meinen Resturlaub beantragt, und den größten Teil meines Urlaub für nächstes Jahr.
Und heute waren tatsächlich die Resturlaubsanträge und der vom ersten Quartal bearbeitet in meinem Postfach. Der eine gewünschte klappt nicht – da werde ich nun tatsächlich mal einen Tag Wunschfrei beantragen. Meinen ersten. Denn an der Jubiläumskonfirmation von meinem VvO wäre ich schon gerne dabei. Ansonsten mal sehen, ob nicht vielleicht doch noch ein Tag dazukommt. Der Rest klappt. Und der Rest nächstes Jahr… nun, das werde ich dann um Weihnachten herum sehen.
Immerhin etwas.
Wenn mich jemand fragen würde, wie die Arbeit hier ist + nach einem Job fragt, würde ich demjenigen nicht unbedingt zuraten. (Ich sehe inzwischen immer Werbung meiner Firma bei Instagram. Ach du Schreck. :oO)
Jedoch wegen dem Her- und Wegkommen würde ich definitiv eher abraten. Denn der Öffentliche ist ein Horror.
