Training oder Konditionierung

Blick auf Flughafen-Rollfeld nach Sonnenaufgang mit Morgennebel über der Bahn

Nun will ich mal wieder etwas über meine Arbeit schreiben. Aber da muss ich jetzt aufpassen, was + wie ich schreibe, weil… psst.
Dann schaue ich mal, wie ich mich durchlaviere. ;o)
Aaalso…

Meine Kollegen und ich sind für die Kontrolle des Reisegepäcks am Flughafen zuständig. Das nichts mitgeht, was nicht mitgehen darf. Grob gesagt. Denn natürlich gibt es Abstufungen in dem, was alles nicht mit darf.
Da wir im Auftrag der Bundespolizei arbeiten – das ist auch kein Geheimnis ;o) – ist die Priorität unserer Suche natürlich alles, was zur Explosion gebracht werden könnte. Denn Explosion und Flugzeug vertragen sich nicht so gut. Deswegen kommen „Witze“ über Bomben im Gepäck in der Regel gar nicht gut an. Das hat bereits bei einigen Personen dafür gesorgt, dass der geplante Flug ohne sie geflogen ist. Da verstehen wir keinen Spaß. Wer hätte das gedacht?
Also: Besser nicht machen! ;o)

Gut, abgesehen von Bomben gibt es ja noch viele Sachen mehr, die nicht mit dürfen. Was jeder Fluggast auch bestätigen muss, dass er/sie das weiß. Oder zumindest gesehen hat. Auch wenn er/sie sich dann vielleicht nicht daran hält, weil schon so lange her. Sowas wie Feuerzeuge, Pyrotechnik (Feuerwerk), Wunderkerzen, Gaskartuschen, Benzin, Powerbanks, Benzinmotorsägen.
Halt alles oder vieles, was eine gewisse Feuergefährlichkeit hat. Das ist auch alles kein Geheimnis.

Zum Trainieren der Bildschirmauswertung haben wir ein Trainingsprogramm, über das wir die Hand- und Reisegepäckauswertung üben können. Denn im Handgepäck sind ja auch Gegenstände wie Messer oder Werkzeug verboten, die uns im Reisegepäck so gut wie gar nicht interessieren… solange es sich nicht um eine verbotene Waffe nach WaffG handelt. Dann ja.
Doch mir geht es jetzt mehr um die Dangerous Goods – DGR – oder halt gefährlichen Gegenstände wie Feuerzeuge etc.

Tatsächlich ist es in der Regel nicht schwer, ein einzelnes Feuerzeug in einem Koffer zu erkennen, oder gar mehrere. Im Gegenteil, sind es sehr viele zusammen, komme ich eher ins Grübeln, ob das wirklich Feuerzeuge sind, denn so viele wird doch niemand mitnehmen… (Doch. ^^)
Lampen an einem Röntgengerät, die anzeigen, dass das Gerät in Betrieb ist (Weiß) und ein Röntgenvorgang läuft (Rot)Das Röntgengerät enthüllt alles.
Auch wenn jemand noch so sehr versucht, diese Feuerzeuge zu tarnen. Alufolie blockiert keine Röntgenstrahlen.
Hm… ist das nun schon ein Betriebsgeheimnis? Kann ich mir nicht vorstellen.
Also, Feuerzeuge sind recht einfach zu entdecken. Aber sie gehören nur zur Kategorie der DGR. Sie sind zwar feuergefährlich, gehen von selbst aber in der Regel nicht in Flammen auf. Das bedeutet: ja, wir kümmern uns auch um die DGR in den Koffern, doch erst, wenn wir sicher sind, das nichts gefährlicheres in diesem Koffer ist.

Jetzt kommen immer wieder, im Laufe der Jahre, an unsere Kontrollstellen Kollegen von der Bundespolizei – unserem Auftraggeber – vorbei, die uns interviewen und befragen, um zu sehen, ob wir auch wissen, was und warum wir da eigentlich tun. Wenn wir dann auf die Frage, nach was wir in den Koffern schauen, als erste Antwort: „Feuerzeuge.“ geben würden, wären sie über diese Antwort nicht sehr glücklich. Und wir wären es dann auch nicht. ;o)
So – und damit nochmal zurück zum Trainingsprogramm.

In der Anfangszeit dieses Programms vor x Jahren, hatten wir im Reisegepäck nur Bomben zu finden. Das ist unser Job + von daher kein Betriebsgeheimnis. Irgendwann kam dann auch das Üben des Handgepäcks dazu. Und im Reisegepäck das ein oder andere DGR.
Wenn ich mir so meine Auswertungsstatistik das Programms ansehe, hätte ich bei DGR sicher um einiges höher sein können. Doch mir sind Bomben etwas wichtiger als irgendwelche Spraydosen, die vielleicht verboten sind. Dafür gibt’s nämlich genug Spraydosen, die mit dürfen. Und zu viele weiße Mäuse sind auch nicht gut. Also markierte Sachen, die dann nichts sind – außer falsch.

Vor ein paar Wochen gab es mal wieder Aktualisierungen im Trainingsprogramm. Da wurden die Bilder für 2D-Hand- und Reisegepäck von der Qualität der Bilder wieder besser, dafür in 3D… ähm… das Gegenteil. Und irgendwie gibt es momentan im Reisegepäck nur DGR zu finden. Das ist insofern gut, dass ich mehr Pyrotechnik finde… allerdings wäre der Stand momentan, dass es jetzt fast wie eine Konditionierung auf DGR wirkt.

Na, was da wohl einige Personen mit Sternen auf der Schulter dazu zu sagen hätten?
Will ich das wissen?

Zumindest habe ich meinen Quartalstest mit nur 2 weißen Mäusen bestanden. Ich dachte, ich hätte mehr gefangen.

Dann bis zum nächsten Quartal – und das es bald auch mal wieder mehr als nur DGR beim Training gibt.

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Nicht zu glauben

Lichter von Frankfurt bei Nacht und im Main gespiegelt

Heute war der erste Tag nach einem meiner Wochenenden. Wie passend. Wo doch heute tatsächlich auch für alle anderen Montag ist. Für manche sogar Rosenmontag. ;o)

Ich hatte heute die gleiche Schicht wie letzte Woche, nur an einem anderen Einsatzort. Statt Leitstelle E am anderen Ende des Terminals 2 habe ich diesen Block in der Halle Mitte. Mitten im Geschehen, sozusagen. Denn während zur Leitstelle E nicht so viel Gepäck zur weiteren Kontrolle kommt, steht in der Halle Mitte öfters das Band kaum still.

Eigentlich habe ich in der Halle Mitte meinen Lieblingsarbeitsplatz. Da, wo mit am meisten vorbeikommt – weswegen ich in der Regel kaum Konkurrenz um diesen Platz zu fürchten habe. Oder diese Seite der Halle.
Heute war ich aber tatsächlich zu spät. Beide Plätze links waren schon besetzt. Ja, ist es denn…

Also bin ich nach rechts, und hatte da auch genug zu tun. Und musste wirklich mal wieder den Kopf schütteln, was Passagiere so alles mitnehmen.

Letztes Jahr im August hatte ich in einem Koffer Rüstungsteile einer Ritterrüstung samt Schwert.
Das war mal etwas anderes – aber das ist ja auch erlaubt.
Heute dagegen war mein erster Koffer, den ich bekommen habe, direkt so für mich ‚Hä?‘

Ausschnitt eines Röntgenbildes mit E-Zigaretten und SpraydoseBevor ein Mensch ein Flugticket buchen kann, werden auch die Sachen angezeigt, die NICHT mitgenommen werden dürfen.
Die Sachen, die dann bei uns entnommen werden. *fies grins*
Dazu gehören Feuerzeuge, Benzinfeuerzeuge, Powerbanks, Motorsägen, E-Zigaretten und alle möglichen Arten von Akkus mit Lithium. Unter anderem.
Sollte jemand den Akku eines Laptops im Koffer haben, aber kein Laptop dazu, dann hat er/sie danach meist auch keinen Akku mehr.
Teilweise können die Sachen am Flughafen noch abgeholt werden, wenn es wirklich teure Sachen sind. Wenn nicht: Auf Wiedersehen.

in einer Box liegen viele Verpackungen von E-ZigarettenIm ersten Koffer heute war soviel elektrisches mit Batterie zu sehen… ich dachte mir schon: ‚Sind das E-Zigaretten?‘ Aber es waren SO VIELE. Über den ganzen Koffer verteilt. Ich konnte es mir nicht vorstellen.
Also habe ich ihn aufmachen lassen als §5-Maßnahme. Um bei der ersten E-Zigarette direkt den Koffer auf DGR (Dangerous Goods) zu setzen und an die Stufe 4 weiterzugeben.
Meistens sind es vielleicht mal 2-3 E-Zigaretten, die in einem Koffer sind.
Heute waren die Kollegen fleißig beschäftigt, den ganzen Koffer umzukrempeln, um die ganzen E-Zigaretten rauszufischen.
Ich habe nicht mitbekommen, wie viele es jetzt endgültig gewesen sind. Aber ich gehe mal von mindestens 50 Stück aus – und die Box war danach gut gefüllt mit dem Scheiß.

Auf einem Metalltisch stehen 52 Spraydosen wie Deo etcMit Spraydosen ist es dagegen so eine Sache. Haarspray und Deo darf ja mitgenommen werden. Aber nur in Maßen. Die da lauten maximal 2 Liter insgesamt. Das scheint ein paar Koffer und Taschen später die Person nicht interessiert oder gewusst zu haben. Denn die Tasche war VOLL mit Spraydosen.
Alleine die, die dann entnommen wurden, waren 52 Stück!
Wofür braucht jemand so viel Deo? Nutzt das dann überhaupt noch was?
Als ich die Tasche wieder ins System zum Weiterfahren eingeschleust habe, war sie um einiges leichter. ;o)

Es kann ja eigentlich nicht so schwer sein, sich VORHER zu informieren, was in das Reisegepäck überhaupt darf. Ich bin diesbezüglich im Laufe der Jahre schon mehrfach von Familienmitgliedern deswegen gefragt worden. Und wenn das Ticket gebucht wird, muss jede/r bestätigen, dass sie/er diese Verbote gesehen hat. Wenn sich dann allerdings nicht daran gehalten wird… ist die Möglichkeit groß, dass danach der Koffer/die Tasche vielleicht leichter ist als vorher.

Also – vorher überlegen, was Ihr einpacken wollt in den Koffer. Denn sonst… ;o)

Feuer vor schwarzem Hintergrund

Die lieben Kollegen…

Lampen an einem Röntgengerät, die anzeigen, dass das Gerät in Betrieb ist (Weiß) und ein Röntgenvorgang läuft (Rot)

Ich glaube, ich habe es hier schon das ein oder andere Mal anklingen lassen, dass ich einige meiner Kollegen… wie soll ich sagen…
Heiß + innig liebe ist es eher nicht. ;o)

Und dieses Gegenteil ergibt sich aus den verschiedensten Gründen. Wahrscheinlich hauptsächlich, weil ich so eingebildet bin und mich für das Nonplusultra halte – und nicht weil ich bestimmte Kollegen dumm, oder faul… oder im schlimmsten Fall beides finde.
Oder ich finde sie nur unsympathisch.
So viele Möglichkeiten.

Ich würde von mir jetzt nun auch nicht behaupten, die Arbeit erfunden zu haben. Doch außerdem würde ich auch sagen, wenn etwas getan werden soll, bin ich nicht nur schmückendes Beiwerk. Das wäre eh absurd. ;o)

Leerer Flur am FlughafenHier gibt es Positionen, die mehr oder weniger Arbeit erfordern. Manche Plätze bekommen hier alleine durch die Bauart + Steuerung einfach mehr oder halt weniger Gepäckstücke zum Bearbeiten. Entsprechend gibt es Kollegen, die teilweise noch etwas früher zum Ablösen da sind, damit sie sich die Plätze mit der geringeren Anzahl an Arbeit reservieren können. Und sich teilweise – selbst wenn dann etwas kommt – immer noch Ewigkeiten Zeit lassen mit dem Bearbeiten. Weil erst noch fertig palavert werden muss… oder andere Plätze auch erst noch etwas bekommen sollen. Damit mensch ja nicht zu viel vorarbeitet.

Die letzten Tage ist mir nun ein Kollege ins Auge gestochen, der sich fast um den Platz 4 gerissen hat. An dem werden die Gepäckstücke mit Gefahrgut – sprich z.B. Feuerzeuge, Powerbanks und immer wieder auch mal ’ne Motorsäge (benzinbetrieben) – entnommen.

Die Stelle mag ich wiederum gar nicht so. Wenn da z.B. jeder kleine Popelkram hingebracht wird. Ein Seesack mit einem Feuerzeug. EINES! (Das nur als Beispiel.)

Nun, ich hatte also Gelegenheit, diesen Kollegen vier Tage zu Beobachten…

An einem der Tage hatte sich leider (für ihn) ein anderer Kollege auf der 4 breitgemacht. Also konnte er nicht die ganze Zeit dort sein + sich wichtigmachen. Was kann mensch dann tun?

Nun, in seinem Fall hat er einfach mehrere 5er-Öffnungen gemacht – nachdem er das Gepäckstück noch ein paar Mal geröntgt hat. Und weil er ja nicht wusste, wie lange das dauert mit dem Nachsehen, hat er entsprechend dafür gesorgt, dass nur ja nicht in der Zwischenzeit ein weiterer Koffer zu ihm kommt. Hm…

Und als er dann doch die 4 machen konnte, fand ich eine Sache… nervig.
Also noch nerviger als so schon.

Gepäckwannen der Gepäckförderanlage - 4 übereinander gestapelt. Die unterste Wanne mit Chassis trägt die Nummer 22222Wenn ein Gepäckstück fertig bearbeitet und geöffnet worden ist, muss es natürlich wieder auf den Weg zum Flugzeug kommen. Sprich, wieder in die Gepäckförderanlage eingeschleust werden.

Wenn ich mal das Pech habe, auf der 4 zu landen, mache ich das direkt selbst. Es sei denn, mir kommt schon ein Kollege entgegen + signalisiert, dass er den Koffer + das Einschleusen übernimmt.
Spezieller Kollege hat die Gepäckstücke dagegen einen Teil des Weges geschoben, in den Raum hinein gesagt, dass sie fertig sind… und dann hat er sie stehen lassen, in der Erwartung, dass ein Kollege das fertig-Einschleusen übernimmt.

Am extremsten fand ich das bei 2 Stücken, die er bis vielleicht 3-4 Meter VOR den Einschleusungspunkt geschoben hat + sie da dann hat stehen lassen.
Geht halt nichts über Delegieren.
Anscheinend.
Wichtiger war nun für ihn, sich hinzusetzen. Außerdem redet er ständig vor sich hin, während er auswertet. Da lass ich seinen Dialekt jetzt mal ganz raus.

Ich habe mich später noch mit einem Kollegen darüber unterhalten. Der hat noch eine zusätzliche Beobachtung an mich weitergegeben.
Nämlich die Benutzung des Drehtellers.

Das ist ein Röntgengerät, in dem wir Gepäckstücke 360° drehen können zum Röntgen. Wenn das entsprechende Gepäckstück nicht zu groß ist.

Viele Koffer (ca. 10) warten auf das Große ÖffnenDiesen Drehteller hat der erwähnte Kollege früher viel benutzt.
Doch unser System wurde geändert – jetzt können wir Bilder vom Drehteller nicht mehr ins System übertragen. Röntgen geht schon noch. Es gibt halt später keinen Nachweis mehr dafür.
Vor der Umstellung des Systems hat besagter Kollege den Drehteller so oft benutzt, dass es schon zu einem Spitznamen gereicht hat. Drehteller….

Jetzt allerdings… nicht einmal. Dafür lieber an seinem Röntgengerät mehrere Vorgänge machen. Die dann wahrscheinlich auch dokumentiert sind – sprich in das System übertragen. Damit jeder sieht, wieviel er gearbeitet hat.

Auch wurde mir die Beobachtung mitgeteilt, dass dieser Kollege wohl eher nicht schnell ist mit dem Ausstechen an der Stechuhr. Da warte er lieber, bis ein anderer seiner Kollegen aussticht, um dann erst selbst auszustechen.

Hm ja…

Wir haben hier schon Spezialisten. Seht Ihr ja an mir. ;o)

Vielleicht berichte ich ja in der Zukunft über andere… Gepflogenheiten.

 

Ja wie denn nun?

grüner Koffer

Heute will ich mal ein wenig aus meinem Nähkästchen plaudern… aber pst. Irgendwie geheim.
Wahrscheinlich.

Ich arbeite ja an einem Ort, wo viele Leute hingehen um wegzukommen. Momentan wohl nicht so viele, aber es gibt sie immer noch.
Und meine Aufgabe dort ist zu schauen, dass nichts mitgenommen werden darf, was nicht mitgenommen werden soll.

Jetzt werden wir von der Polizei bezahlt, damit die das nicht selbst machen muss. Und die ist dann natürlich nur interessiert, dass Sachen gefunden werden, die unter ihre Zuständigkeit fallen. Also verbotene Waffen, Sprengstoffe + natürlich auch Bomben. Die vorrangig.
Alles andere ist 2.te oder noch niedrigere Wichtigkeits-Klasse.

Jetzt ist es aber so, dass Bomben nur in den seltensten Fällen vorhanden sind.
Was ein Glück.
Verbotene Waffen fallen hin + wieder mal an: Butterflymesser, Springmesser, Wurfsterne… Letzte Woche hatte ich tatsächlich mal wieder eine Präzisionsschleuder (das ist eine Schleuder mit Unterarmstütze).
Öfters gab es auch schon Taschenlampen, die auch als E-Schocker funktionieren. Sowas fällt dann wieder unter den getarnten Bereich und ist von daher auch verboten. Wie Stockdegen. Getarnte Waffe = höchstwahrscheinlich verboten.

Das meiste, was eigentlich von uns gefunden wird, sind dann also DGR = Dangerous Goods. Gefährliche Güter.
Sachen, wofür die Reisenden bestätigen durften, dass so etwas nicht mitzunehmen ist im Reisegepäck.: Feuerzeuge, Powerbanks, Feuerwerk, Wunderkerzen, Gaskartuschen etc. etc.

(So sieht eine Box um die Weihnachtszeit aus, in der diese gefährlichen Güter gesammelt werden. Und nein, das ist kein Geschenkpapier. ;o))

graue Kiste mit vielen Röhren voller Konfettikanonen

Im Moment läuft die Erprobungsphase eines neuen Systems.
Kann viel, könnte noch mehr… aber das kostet ja Geld.
Also wird es beschnitten – und wir dürfen das System dann so testen und ausprobieren. Ich wohl nächste Woche. (Zum Zeitpunkt des Vorschreibens. Inzwischen durfte ich es schon live erleben.)
Jetzt möchte unser Auftraggeber also, dass wir uns nur um die Dinge kümmern, für die er bezahlt. Und das ist nun mal nicht DGR.viele Koffer (ca. 10) warten auf das Große Öffnen
Gefährliche Güter wären Sachen derjenigen, denen auch die Flugzeuge gehören. Oder in deren Namen sie fliegen. Aber nach Aussagen eines Einsatzleiters: Die bezahlen nicht dafür.
(Wahrscheinlich eher im Gegenteil. Wenn sich im Sommer die Koffer zum Aufmachen gestapelt haben, weil überall entweder Powerbanks oder Feuerzeuge oder Benzin-Motorsägen oder was weiß ich drinnen sind, schaut eher ein Vertreter vorbei und fragt, wieso das Gepäck so lange braucht bei uns.)

Jetzt heißt es also, wir sollen uns nicht mehr um DGR kümmern. Was einigen Kollegen dann wohl doch ziemlich den Lebenszweck nimmt.
Ich denke mir ‚von mir aus‘.

Wobei es dann wahrscheinlich interessant werden dürfte, sollte beim Verladen mal wieder eine Powerbank ein Gepäckstück abfackeln… und dieses Gepäckstück wurde vorher von uns kontrolliert.
Da kann ich mir schon vorstellen, dass mensch dann gerne wissen möchte, wer denn speziell DIESES Gepäckstück kontrolliert hat… und warum das DGR-Stück nicht herausgenommen wurde.

Wer ist dann schuld?

Und natürlich kann mensch inzwischen nachvollziehen, wer welches Gepäckstück kontrolliert und/oder bearbeitet hat. Da hat unser Auftraggeber schon für Sorge getragen. Schließlich muss mensch ja wissen, wer schuld ist, sollte was passieren.

Doch wenn wir uns jetzt nur noch auf unsere bezahlte Arbeit konzentrieren… wer ist dann verantwortlich für den ganzen Schmodder, der da sonst mitgenommen wird?

Wahrscheinlich finden es unsere Nicht-Auftraggeber besser, wenn nicht mehr so viel rausgeholt wird. Weniger Beschwerden.

Bis was passiert. Und wer war es dann?

Das wird dann die Frage des Tages sein…

PS:
Nun, nachdem ich also das erste Mal damit arbeiten durfte… Letztendlich finde ich immer noch DGR. Wenn sonst nichts drinnen ist (außer Klamotten), wäre es ja blöd, gar nichts zu sehen. Auch nicht die große Powerbank im Koffer, oder den Packen Feuerzeuge. Und ein einzelnes kleines Feuerzeug mag mir vorher auch schon mal durchgewitscht sein. Da hat der Zufall dann halt leider nicht zugeschlagen. Weil halt „Zufallsfund“. Was soll mensch machen…
*Schulterzuck*