Hüllen-Recycling

Ordner mit leeren Klarsichthüllen

 

In der Regel schreibe ich ja meine Beiträge auf der Arbeit vor, während der Wartezeit auf weitere Gepäckstücke. So wie den gestern, zum Beispiel. Ich hätte auch noch wenigstens zwei in der Pipeline, d.h. in meinem Buch, und vielleicht noch einen weiteren im Kopf.

Doch manchmal haue ich einen Beitrag auch direkt in die Tasten. So wie jetzt diesen hier. (Und weil ich nicht zwischengespeichert habe, durfte ich ihn – obwohl ich fast fertig war – sogar nochmal tippen. *NARF!*) Durch ihn schiebe ich jetzt die anderen Beiträge einfach mal nach hinten. Wann ich sie dann letztendlich abtippen und in den Blog hochladen werde, dass werdet ihr schon mitbekommen. Vermute ich mal. ;o)

Was ist denn jetzt so wichtig, dass ich so spontan schreibe?

Ich habe zum Monatsanfang zwei neue Versicherungen abgeschlossen, für die ich Klarsichthüllen zum Einordnen brauchte. Und davon habe ich – meines Wissens – keine mehr da.
Zumindest keine neuen.
Weswegen ich auf den Gedanken gekommen bin, meinen „Ordner of Shame“ zu leeren, und davon die Hüllen wiederzuverwerten.

„Ordner of Shame“? Was ist denn das?

Dieser Name schoss mir durch den Kopf, als ich heute meine ganzen alten Bewerbungen an deutschsprachige Theater aus den Jahren 2004 und 2005 herausgenommen habe. Nach diesem langen Zeitraum brauche ich die wohl nicht mehr. Im Gegensatz zu den Klarsicht-Hüllen.

Eigentlich bin ich ja eher ein Vertreter des Chaos. Doch diese Bewerbungen habe ich damals tatsächlich alle schön säuberlich einzeln in Klarsichthüllen im Ordner abgeheftet. War mir das so wichtig, dass ich deswegen damit so ordentlich umgegangen bin?
Nun ja – selbst wenn, jetzt ist er wieder ziemlich leer.
Gut – ich habe ein paar Lebensläufe und natürlich die Kopien meiner Zeugnisse im Ordner gelassen. Der Rest sind jetzt leere, wieder verwendbare Klarsichthüllen. Und die Bewerbungen und eventuelle Reaktionen darauf stecken in einer Tasche, um bei Gelegenheit geschreddert zu werden.Tasche mit Papieren

„Ordner of Shame“ – wie kam ich auch auf den Gedanken, ich könnte als Quereinsteiger nochmal an ein anderes Theater gehen? Ohne Vitamin B?

Nun gut. Jetzt bin ich also am Flughafen – und diese zweite Textversion ist etwas anders geworden, als die erste Variante… doch kann ich nicht wirklich genau sagen, wo der Unterschied ist. Und ihr bekommt es sowieso so vorgesetzt, wie ich es gleich veröffentlichen werden. Das kann sich nochmal unterscheiden, wenn mir vielleicht noch Tippfehler auffallen sollten.
Hätte ich den Beitrag direkt in WordPress geschrieben, hätte ich mir diese zweite Variante sparen können. Denn dort wäre es abgespeichert worden.
Doch wer vorschreiben will, ohne abzuspeichern, muss bestraft werden.

Aus Schaden und Klug und so… wie bei dem Ex-Inhalt des Ordners.
Da bin ich jetzt (vielleicht) auch klüger.

P.S: Wie ich den Beitrag rüberkopieren will, finde ich das, was ich als erstes geschrieben habe. Denn ich hatte ihn nicht, wie ich gedacht habe, gelöscht, sondern das Schreibprogramm hat nur ein neues Dokument geöffnet.
Kann mir mal jemand gegen die Stirn hauen – oder muss ich das selbst erledigen? *FACEPALM!*

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