Schuld und Gene

(Ich muss endlich mal wieder etwas aus meiner Pipeline ablassen, was sich da angesammelt hat.
Und mit dem Beitrag hier geht’s los. ^^)

 

Toller Titel. Klingt nach einem Krimi oder Thriller, oder etwas in der Richtung. Hat aber nicht wirklich was damit zu tun. Aber er gefällt mit trotzdem. Wenn es nicht um einen Krimi geht, worum dann?

Liebe, Freude, Eierkuchen… ach nein, das ist ja eigentlich Friede… Egal. Bei mir ist es jetzt Liebe, Freude… usw.

Ein Kumpel hat am Freitag, den 13. (wie passend ^^) August, zum zweiten Mal geheiratet.

Alles Gute nochmal von hier aus. (Auch wenn du es wohl eh nicht lesen wirst.)

Für Freunde gab es dann am Samstag, den 14., Kuchen und Grillen. Da war ich dann auch dabei. Genau wie viele andere auch, z.B. seine Exfrau samt Kindern + Mann.

Diese Exfrau + deren Mann waren auch mal gute Freunde von mir. Ihr jetziger Mann war mal jemand, den ich als mein Brüderchen bezeichnet habe, weil man uns damals bei den Pseudos mal dafür gehalten hatte. Bis…

Ja, bis die Exfrau von meinem Kumpel + mein „Brüderchen“ gemeint haben, ihre jeweiligen Partner miteinander zu betrügen. Und dann zusammen aus- und zusammenzuziehen.

Dies ist jetzt 23 Jahre her – aber seitdem habe ich zu beiden keinen Kontakt mehr.

Früher gab es bei Scheidungen wohl auch die Schuldfrage. Wer ist schuld daran. Dies ist wohl jetzt nicht mehr der Fall, soweit ich weiß – doch was weiß ich schon?
Aber auch wenn es für offizielle, ‚legale‘ Fragen diese Schuldfrage nicht mehr gibt, ist dies im privaten Bereich doch etwas anderes.

Wenn sich ein Paar trennt, sind dann auch immer die gemeinsamen Freunde gefragt, auf welche Seite sie sich stellen, wenn sie sich für eine Seite entscheiden müssen/sollen.
Da mein Kumpel da dann nicht nur der Betrogene, sondern ja sogar noch der Verlassene war, habe ich mich klar für seine Seite entschieden.

Jetzt – nach 23 Jahren – die beiden wiederzusehen, war ungewohnt. Und ich hatte mit ihnen nichts mehr zu reden. Wenn es hochkommt, gefühlte 2-3 Sätze. Darunter war auch die Bemerkung von meinem gewesenen „Brüderchen“, dass ich mich ja auch nicht gemeldet hätte.

Und ich dachte mir: Wozu? Wieso hätte ich dies tun sollen?

Ich glaube, ich hatte die Exfrau noch einmal gesehen nach deren Auszug, als ich mal den gemeinsamen Sohn von meinem Kumpel und ihr nach dem Wochenende zurückgefahren habe.

Seitdem: Nada.

Sie haben sich entschieden, zusammen den Freundeskreis zu verlassen. Und ich hatte da nichts entgegenzusetzen, oder dieses überhaupt zu wollen.

Auf Wiedersehen.

Na gut – eigentlich eher nicht. ^^

Jetzt zu sagen, dass ich mich ja auch nicht gemeldet habe… finde ich insgeheim doch so dreist, dass ich jetzt darüber schreibe, weil es mich beschäftigt (hat).

Ich habe diese Bemerkung soweit unkommentiert gelassen, weil ich dafür zu dem Zeitpunkt keine passende Antwort gehabt hatte
Und ich muss mich für diesen Punkt auch in keinster Weise rechtfertigen, meiner Meinung nach. Außerdem ist es inzwischen egal – weil sie für mich jetzt nur noch ein paar Gestalten aus der Vergangenheit sind, die – wie der Name schon sagt – vergangen ist.

Ich wünsche ihnen nichts Böses, aber ich muss sie jetzt auch nicht wieder in mein Leben lassen.

Dies war der Punkt zu „Schuld“. Die „Gene“ haben auch mit der Exfrau meines Kumpels zu tun. Denn es ist erstaunlich, wie dominant manche Gene sind.

Inzwischen hat der Sohn meines Kumpels noch Geschwister bekommen. Und genau wie er, sieht man bei seiner Schwester auch total, wer die Mutter ist.

Wie aus dem Gesicht geschnitten.

Erstaunlich.

Ja, das wäre es schon wieder für diesen Beitrag.

Auch alle weiteren nachfolgenden Beiträge können sie an meinem Schreibstil erkennen.

Das ist bestimmt auch genetisch.

;o)

 

2 Antworten zu “Schuld und Gene

  1. Freunde kommen und gehen, nur die wenigsten bleiben. Aber wer das ist, erkennt man im Laufe der Zeit. Wie du schon sagst: sie sind nur noch Gestalten aus der Vergangenheit und muss sich nicht mehr über sie ärgern.
    Außerdem finde ich es immer schwierig, wenn man sich „auf eine Seite stellen“ muss, wenn es um Scheidungen / Trennungen geht. Das hat für mich schon ein bisschen was damit zu tun, als würde man sich in die Beziehung einmischen und mit diesem Stellungbeziehen über die Beziehung urteilen (wortlos halt). So etwas ist halt immer schwierig, denn dies geht nur die beiden etwas an. Und wenn man mit beiden gut zurecht kommt, kann das auch funktionieren, dass man auch nach der Trennung mit beiden Kontakt hat – unabhängig voneinander. Vielleicht ist das am Anfang nicht so ganz einfach und viel Fingerspitzengefühl ist gefragt, aber es geht. Zwar nicht immer, aber es ist möglich 🙂

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