In der Seifenblase

Ich fühle mich
als lebte ich zur Zeit
in einer Blase.
Einer großen Seifenblase,
die mich ganz umgibt.
Die einzigen Wesen,
die durch diese Blase zu mir dringen können
sind meine beiden Katzen.
Die haben sich anscheinend
eine Katzenklappe einbauen lassen –
oder weil Katzen halt einfach überall hin kommen.
Vom Rest der Welt
trennt mich eine
dünne, durchsichtige Membran aus Seife,
die nur den Anschein hat,
durchlässig und durchsichtig zu sein.
In Wahrheit filtert sie alles auf ein Minimum.
Es gelangen nur Worte hindurch,
die Gefühle hinter den Worten dagegen nur ab und zu.
In beide Richtungen.
Und wenn sie scheinbar auch ganz durchsichtig ist,
verzerrt sie die Wahrnehmung.
So mag ich von außerhalb der Blase wirken
als sei alles gut,
alles bestens im Griff –
innerhalb der Blase ist es dann dagegen
eher ein „Aaaaaaaaah!“…
oder auch ein „Alles… hmpf.“.
So sehr wird Sein und Schein durch
die buntschillernde Seifenblasenhaut verzerrt.
Und ich lebe in dieser Seifenblase
wie auf einer anderen Zeitschiene.
Alles geht an mir vorbei
im Schnelldurchlauf –
und ich wabere in meiner Blase
in gefühlter Zeitlupe vor mich hin…

Was mag das beste Mittel sein,
um aus so einer Blase zu entkommen…?

Nadel

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