Gimmicks

Mitte Juni hat es mal wieder hingehauen, dass es bei mir gepasst hat. Ich konnte mal wieder mit zum Wrestling gehen. Über die nGw hatte ich ja schon mehrmals berichtet. Zwei Mal hatte ich es bisher dorthin geschafft, dafür letztes Jahr gar nicht.

Allerdings war die Hintergrundgeschichte des letzten Jahres eine „Übernahme“ der Liga durch deren Manager und einer Gruppe ihm zugehöriger Wrestler.

Ach – da mir diese Geschichte so gar nicht gefällt, werde ich das jetzt einfach mal so liegenlassen.

Aber darum ging es mir jetzt auch nicht. Bzw. darüber wollte ich gar nicht schreiben. Mich beschäftigt gerade eher das Gimmick, welches sich ein/e Wrestler/in für seine/ihre Rolle aussucht.

Ein sehr stimmungsvolles Gimmick hat da „Farmer Joe“. Ein großer, kräftiger, schwerer Mann, der einen auf Farmer macht, und dann beim Einlauf gerne Äpfel verteilt. Oder später mit Äpfeln am Gegner Mus macht. ^^
Die Banane mag diesen Typ ja gar nicht, doch er verbreitet einfach eine gute Stimmung. Da finde ich: Alles richtig gemacht.

Einer der jetzt „Bösen“ und damals auch schon nicht gut, sondern eher nervig anzuschauen, hatte damals noch als Gimmick einen Fidget Spinner. So ein kleines Ding zum in den Fingern drehen und rotieren lassen. Joa… lahm.
Gut, heute hat er ihm abgeschworen, dafür überzeugt er mehr durch Leistung. Ist erwachsen geworden, der Junge. Im Großen und Ganzen… ;o)

Ein gutes, stimmiges Gimmick ist wiederum das von dem Zeitreisenden. Das soll, glaube ich, der Hintergrund sein. Eine Gesichtsmaske im Steampunk-Outfit, mit Zahnrädern und so. Dazu noch ein Hut und Stock. Das ergibt für mich ein passendes Ganzes.
(Und im August, während der großen Hitze, ist er als 90er Jahre-Rettungsschwimmer aufgetreten. :oD)

Dann waren aber im Juni noch zwei offizielle Neuzugänge dabei, über deren Rollen bzw. Gimmicks ich mir ein wenig Gedanken gemacht habe.

Deswegen jetzt dieser Beitrag – und ihr müsst es ausbaden. :oD

Als erstes will ich über den männlichen Neuzugang berichten.

Der Name klang schonmal vielversprechend. „Sadistico“
(Ich habe lange überlegt, ob ich jetzt den Namen nenne… Doch gerade so ein Name weckt Assoziationen, deswegen wird er jetzt genannt. Außerdem habe ich gerade festgestellt, wie inkonsequent ich bei den Wrestling-Beiträgen mit dem Anonymisieren bin. Dann kommts auf einen mehr auch nicht drauf an. ^^)
Also „Sadistico“

Auch sein Auftritt war schonmal vielversprechend. Er hat nämlich einfach einen Vortrag des Vertreter…deppen unterbrochen. Nicht schlecht.
Sein Aufzug bestand dann aus einer Vollmaske, Lederjackett, Stock und Zylinder.
Geht auch noch. Doch das war es dann auch schon so gut wie. Er hat keine Reden geschwungen, (auch nicht verkehrt), aber sonst auch nicht gar so viel.

Eigentlich fand ich ihn für seinen Namen zu… lieb? Eher farblos.
Der Name „Sadistico“ weckt ihn mir die Vorstellung von mehr handeln statt reden. Und das Handeln dann auch nicht unbedingt regelgerecht. ;o)

Doch so viel war da jetzt in meiner Erinnerung nicht.

Als ihm der Vertreterdepp den Hut weggeschlagen hat, hätte ich bei dem Namen direkt einen Angriff auf den Vertreterdepp erwartet… Tja.

Ich meine, figurtechnisch machte er schon was her: Groß, muskulös… Aber so insgesamt war er noch zu farblos, zu wenig aktiv. Gegen alle Gegner. Ich hoffe, er findet sich noch rein in seinen Namen. Sonst kann er sich auch in Gänseblümchen umbennen. ;o)

Das zweite Gimmick, über das ich jetzt noch schreiben möchte, ist das des weiblichen Neuzugangs. Dieser war schon mal ein netter Anblick – und hatte zumindest auch mehr Aktionen und Action gezeigt als ihre Gegnerin. Nur ihr Gimmick und die Art der Präsentation hinterlässt bei mir ein Fragezeichen. Denn sie kam mit einem Schwert.

Joa, warum auch nicht. Insgesamt sollte sie wohl eine Kriegerin darstellen. Passt ja auch zum Wrestling. ;o) Was stört mich jetzt also an diesem Schwert? Denn irgendwas muss mich ja stören, sonst würde ich jetzt ja nicht über das Schwert, sondern über die Kämpferin schreiben.

Männer… ;o)

Erstmal war es, glaube ich, das Schwert selbst. Irgendwie sah es aus wie ein Plastikspielzeug. Nun – irgendwie sollte es jetzt nicht verwundern, dass in einer Semiprofessionellen Wrestlingliga nicht wirklich scharf geschmiedete Waffen, bzw. Schwerter, herumgetragen oder präsentiert werden. Doch auch da gibt es verschiedene Ansätze, wie mensch vorgehen kann. Zum einen gibt es Schaukampfwaffen aus Stahl. Die sind nicht scharf, aber halt immer noch aus Metall. Von daher empfinde ich diese Variante für diesen Verwendungszweck noch als „zu gefährlich“. Dann gibt es Übungsschwerter aus Holz. Dies könnte dann so dargestellt werden, dass das Übungs-Holzschwert für ihre Gegnerin erstmal völlig ausreicht. Dafür holt sie ihr richtiges Schwert erst gar nicht raus und macht es dann womöglich noch schmutzig. So in etwa. Die dritte, nein, vierte Möglichkeit (die Plastikvariante jetzt mitgerechnet) wäre ein Larp-Schwert.

Warum auch nicht?

Es gibt da die verschiedensten Modelle, inzwischen. Und die sehen richtig gut aus. Ziemlich echt und teilweise auch sehr martialisch. Und das Gute an denen ist: Die sind tatsächlich dafür gedacht, damit jemanden zu hauen. Natürlich in gewissen Grenzen. Aber tatsächlich kann ich mir gut vorstellen, dass ein Wrestler oder Wrestlerin mit einem Larp-Schwert vermöbelt wird. ;o)

Dann wäre ihre Rolle halt Larp-Kämpferin. Warum auch nicht? Es gibt schlimmeres.  ;o)

Das wäre das Eine. Die Art der Waffe.
(Banane hat beim letzten Mal erkannt, dass es wohl ein Holzschwert war mit Silberfolie auf die Scheide gepackt. Bitte?!?)

Das Andere ist dann natürlich ihre Präsentation.

Ich hatte das Gefühl, sie hatte noch nie ein Schwert in der Hand. Sie hat dieses Teil halt vor sich hergetragen – aber abgenommen habe ich es ihr nicht. Als sie dann im Ring stand, hat sie damit nochmal auf ihre Gegnerin gedeutet. Jedoch kam es mir eher vor, als würde sie ein Billardqueue halten. Das wäre sicherlich auch als Gimmick möglich, nur müsste sie dann eine Kneipenschlägerin darstellen. So mit zerrissenen Jeans und Stiefel, nicht im kurzen Röckchen.

Obwohl… ;o)

Also, in meinen Augen bräuchte sie ein anderes – besseres – Schwert, und dann sollte sie mal testen, wie sie damit spielen kann. Es halten, heben, etc.

Ich glaube, da kommt mein Theaterhintergrund durch. ;o)

Wenn ich an „die gute alte Zeit“ denke…

„Hacksaw“ Jim Duggan mit seinem Kantholz, dem er auch einen Namen gegeben hatte, der mir jetzt nicht mehr einfällt. Das haben tatsächlich auch mal die Gegner zu spüren bekommen.
Oder der Undertaker. Mit seinem Bestatterhut, Mantel… und sein Manager Paul Bearer mit Urne vorneweg.

Es ist halt nicht nur wichtig, was mensch dabei hat, sondern auch wie mensch es präsentiert und damit spielt.

Kann ja auch sein, das andere dies ganz anders sehen. Dass sie bei der Kriegerin weniger auf das Schwert geachtet haben, als z.B. auf ihre blonden Haare. (Die habe ich durchaus auch bemerkt.) Aber zumindest ich finde es noch ausbaufähig. Da kann mensch noch etwas mehr draus machen.

Das so meine Meinung – endlich mal aus der Pipeline abgezapft. ^^

 

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