Gutes Karma – Schlechtes Karma

Letztes Jahr im November hatte ich die Gelegenheit, etwas für mein Karma zu tun.

Ich war in meiner Bank und wollte Geld abheben. Am Geldautomaten. Wie man das halt so macht.
Ich also in den Vorraum, wo sich die Automaten an der Wand befinden. Alle besetzt – und dann wird einer frei. Der Mann, der dort dran war, hatte wohl alles erledigt, was er erledigen wollte und ist gegangen.
Ich nun an den Automaten.
Wie jeder vielleicht weiß, dauert es noch kurze Zeit nach einer Ausgabe, bis der Automat die nächste Karte annehmen kann. Ich konnte meine also noch nicht eingeben, er wollte sie noch nicht haben. Statt dessen rattert und arbeitet er noch kurz vor sich hin…

und spuckt dann Geld aus.

Damit meine ich nicht einen 50er, wie er es bei mir öfters macht, oder 2 20er + einen 10er oder zwei 5er…
Nein, es war ein kleiner Stapel Geld.
Ich mir das Bündelchen geschnappt und raus, um zu sehen, ob der Mann noch irgendwo rumläuft…

Es liefen viele herum, und soo genau hatte ich ihn mir jetzt auch nicht betrachtet.
Ich also wieder in die Bank, und das Bündel dort einer Mitarbeiterin in die Hand gedrückt, mit der Bemerkung, das jemand vergessen hat, sein Geld mitzunehmen. Ich habe ihr auch noch den Automaten genannt – und damit war das für mich erledigt.
Und ich konnte mir meine Standard-50-Euro holen.
Von dem kurzen Blick auf das Bündel würde ich sagen, es waren mehrere 50er dabei. Ohne es gezählt zu haben, würde ich vielleicht auf 300 oder 400 Euro tippen. Vielleicht weniger. Vielleicht mehr.

Abends bei Freunden konnte ich dann berichten, das ich etwas für mein Karma getan habe.

Gestern habe ich dies nun etwas ausgeglichen.

Seit Juni habe ich bereits mehrere Male bei einem Versandhandel bestellt. T-Shirts, Pullis… so Zeug halt. Letzte Woche auch, im Rahmen einer „Sale“-Aktion.
Eine Kapuzenjacke, von 50 auf 30 Euro reduziert. (Aufgerundet.)
Da meine Planungen/Gedanken für Halloween dieses Mal etwas Schwarzes mit Kapuze vorsehen… gekauft. Plus noch 2 T-Shirts. Wenn schon, denn schon.

Jetzt hatte ich seit Montag abend Nachtschicht bis heute morgen. Am Donnerstag kam dann endlich das Paket an – und ich konnte es direkt entgegennehmen, statt wie sonst üblich die Post besuchen zu müssen. Jedoch habe ich den Rest-Donnerstag und Freitag aber lieber geschlafen, und gestern erst endlich mal daran gedacht, die Sache aufzumachen und zu sehen, ob mir die Jacke passt.

Hat sie.

Und dann habe ich bemerkt, das mir die falsche Jacke geliefert wurde.
Denn es war keine Kapuze weit und breit zu sehen.
Doch auf der Plastikhülle von der Jacke stand klar die Artikelbezeichnung und die Artikelnummer.
Alles richtig.
Nur der Inhalt falsch.
Die Jacke, die sie mir geliefert haben, kostet laut Katalog nämlich 70 Euro.
Tja…
Was soll ich sagen…

Ich war schon am Mail schreiben wegen der Falschlieferung.
Dann hat sich mein inneres Teufelchen zu Wort gemeldet. Und nach dem Telefonat mit ’ner Freundin deswegen – Böser Carlos! – hab ich also mein Karmakonto wieder etwas ausgeglichen. *räusper*

Ich habe mir die Kapuzenjacke, die ich wollte, nun noch mal bestellt – und die mail wieder gelöscht.
Bleibt jetzt abzuwarten, ob dieses Mal dann die richtige Jacke kommt.
Wenn nicht, schicke ich sie aber bestimmt zurück.

Denke ich.

 

Eine Antwort zu “Gutes Karma – Schlechtes Karma

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