Melde: Einsatzbereit!

Es ist soweit.
Gestern habe ich meine – wirklich: Meine! – Drehleier nach einer Überholung abgeholt – jetzt ist sie einsatzbereit – und ich habe keine Ausreden gegen’s Üben mehr. Mist. ;o)
Aber von vorne.

Im November letzten Jahres war ich das erste Mal bei einem Drehleierkurs.
Ich wollte mich mal mit einem Musikinstrument beschäftigen und bin nach längerem Nachdenken (dauert bei mir immer etwas ;o)) auf das Instrument Drehleier gekommen.
November dann der erste Kurs in Bad Homburg, um zu sehen, ob mir dieses Instrument wirklich gefällt. Und hat es. In Bad Homburg gut 2 Tage ausgiebig geleiert – und zuhause dann davon geträumt. *G*
Danach habe ich gleich für dieses Jahr für drei Kurse Urlaub geplant. (Hab ich ja schon mal erwähnt.) Und zwar März wieder Bad Homburg und im Mai in Trossin, weil ich da einen Kurs bei der Person machen wollte, der ich diesen Gedanken „Drehleier“ ursprünglich verdanke.
Alle Kurse habe ich geplant, ohne ein eigenes Instrument zu besitzen. Denn leider ist eine Drehleier nicht gerade billig. Und da ich bei meiner Verwandtschaft erst noch mein Auto abzahlen will/muss, habe ich nicht das Geld für eine neue Leier von 2.000 Euro und mehr. Und mehr ist bei einer Leier gar kein Problem.
Aber auch wenn ich nicht das Geld für eine eigene habe, deswegen wollte ich trotzdem mit Leihinstrumenten bei den Kursen mitmachen. In Trossin ergab sich ja dann die Möglichkeit einer Leihleier – ein Angebot, welches ich letztendlich abgelehnt habe, da mit die Leihgebühr zu hoch war.
Und dann gab es im Drehleierforum wieder gebrauchte Leiern. Zwei Stück – eine Gotschy für 3.900,-  – und eine Reichmann-Leier für 900. Und zwar eine alte Reichmann-Leier.
Mit 7 Saiten!
3 Melodie, 3 Bordune und 1 Schnarre.
Und das für unter 1000 Euro. Wow.
Das war ein Betrag, den ich zusammenkratzen konnte.
Ein Schnäppchen.

Die Leier sollte zwar momentan nur 2 Bordune haben – die 3. war gerissen – aber bei einem alten Instrument habe ich auch weniger das Gefühl, viel falsch machen zu können und das ich da auch weniger Scheu habe, selbst Saiten zu wechseln und sowas.
Ich habe also der alten Besitzerin geschrieben – und am 3. September bin ich nach Regensburg gefahren, habe sie mir angeschaut und gekauft.
Und dann lag sie – wie im Nachtrag V2.0 ja erwähnt – bei mir Zuhause vorerst unter einer Decke katzensicher auf einem Sessel. Das Problem der Transporthülle – bzw. das fehlen einer solchen – hab ich dann bis Oktober geschoben. Da gab es wieder Geld.
Genauso wie das Problem der gerissenen Saiten – denn zu Hause unter der Decke ist auch noch die Schnarrseite gerissen.
Ich habe letzte Woche endlich dem Erbauer eine Mail geschrieben, welche Saiten er mir empfehlen würde. Dieser bat um einen Anruf – das habe ich dann vorgestern endlich geschafft.
Da Herr R. geschickterweise in Frankfurt wohnt, hab ich ihm dann das Instrument Montag nachmittags vorbeigebracht.
Er hat sein Instrument auch gleich wiedererkannt, auch wenn es in der Zwischenzeit einige Änderungen erfahren durfte. Was bei einer solchen Zeitspanne nicht wirklich verwundert – denn am Montag meinte er, das diese Leier um die 48 Jahre auf dem Buckel hat – und damit älter wäre als ich. Bei der Abholung gestern meinte er noch, das diese Leier etwa seine 3. Leier überhaupt war, die er gebaut hat.
Also, Fazit: Dies ist wirklich eine ALTE Reichmann-Leier. :oD

Er hat dann noch eine Hülle für sie gefunden – und seine Schule hab ich auch mitgenommen.
Er hat sie also frisch eingerichtet, 5 Saiten neu eingezogen und sogar das Holz sauber gemacht. Dafür – und für die Hülle und Schule – hab ich dann noch mal etwas bezahlt – aber diese Investition war sie auf jeden Fall wert.

Jetzt hab ich ein Instrument, das wohl älter ist als ich – und bestimmt mich auch noch überleben wird.
Und ich sollte nun also anfangen zu üben. Am besten lerne ich direkt ein Weihnachtslied – dann kann ich das auf der Weihnachtsfeier vom Wanderverein spielen. Das war der erste Kommentar meiner Schwester gestern, als ich das überholte und instandgesetzte Instrument samt Tasche endlich einmal meinen Eltern gezeigt habe, wo sie auch gerade war.
Und natürlich muss ich jetzt auch ein paar Bilder meiner Leier zeigen. Als Beweis. Sonst könnte ich sonstwas erzählt haben.
Bidde schööööööön…. !    ;o)

Leier auf Tasche

Leier auf Tasche

Meine Leier 1

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Leier 2

Innenleben

 

Eine Antwort zu “Melde: Einsatzbereit!

  1. Jetzt ist nur noch die Frage, ob die lieben Nachbarn das ‚geklimper‘ auch gerne hören 😉 Viel Erfolg beim üben und deine Schwester hat vollkommen recht, ein Weihnachtslied gehört geübt. Countdown 2 Monate, also los los

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