Fundstücke

eine Drachenfigur

Ich bin ja in den letzten Tagen am Papiere sortieren – hat ja hier vielleicht schon jemand mitbekommen. 😉

Dabei habe ich so einiges gefunden, was ich hier dann auch mal zeigen möchte/werde, irgendwann in der nächsten Zeit.

Heute fange ich damit an.

Und zwar bin ich auf ein paar Ausdrucke gestoßen.
Ganz schwach kann ich mich erinnern, dass es sich dabei um Einträge in – ich glaube – ein und dasselbe Gästebuch handelt.
Allerdings habe ich keine Ahnung mehr, wem ich sie hineingeschrieben habe, noch wo. Doch zumindest bei 3 von den 4 gefundenen Einträgen weiß ich Datum und Uhrzeit – denn die habe ich festgehalten. Als Überschrift, sozusagen.
Und wenn ich die jetzt so lese, muss ich sagen: Dass ich das mal geschrieben habe? Gefällt mir immer noch. Und deshalb werde ich sie jetzt einfach hier nochmal wiedergeben. Nur mögliche Schreibfehler werde ich ändern. Ansonsten lasse ich sie, wie sie sind.
Und davon gibt es dann heute 2 – und morgen 2.
(Vielleicht hat ja Drachenechse noch ne Idee, wo ich damals vielleicht unterwegs gewesen sein könnte…)
[Gerade kommt mir der Gedanke, ich könnte es vielleicht in das Gästebuch der bösen Frau geschrieben haben, damals zu wkw-Zeiten… Hmmm… Ja, ich glaube, das passt.]

 

29.03.2010 um 21:55 Uhr

 

Es war einmal…

eine Frau, die wollte uuunbedingt von allen und jedem einen Eintrag in ihr Gästebuch haben. Mit dem Buch unter dem Arm geklemmt lief sie durch den Wald und sprach jeden, der ihr begegnete, mit folgenden Worten an:

„Du – ich habe hier mein Gästebuch – willst du mir nicht was reinschreiben – damit ich weiß, dass ich dir begegnet bin?“

Und sie begegnete vielen Menschen und auch Tieren im Wald…
Natürlich konnten die Tiere nicht schreiben – aber so hinterließen sie andere Andenken in dem Gästebuch.

Der Schwarzspecht hämmerte ein Loch in die untere rechte Ecke; der Laubfrosch hinterließ ein paar Flügelchen seiner letzten Fliegenmahlzeit auf seiner Seite.

Der Müller konnte auch nicht schreiben, er streute daher etwas von seinem besten Mehl auf die Seite – und sein Esel nutzte die Gelegenheit, eine Ecke umzuknicken und so ein Eselsohr zu machen.

Das Buch war schon ziemlich voll, da begegnete ihr auch noch der Walddrache.
Dem war das Reinschreiben oder etwas zu hinterlassen zu blöde – und er spuckte einen gezielten kleinen, aber dafür um so heißeren Feuerstrahl auf das Buch.

So blieb der Frau nur ein kleines Häufchen Asche übrig…

Und die Moral von der Geschicht – frag einen Drachen nach einem Eintrag in dein Gästebuch nicht.

 

Und

29.03.2010 um 22:27 Uhr

 

Es war einmal…

eine Frau – die ging in die nächste Stadt, weil sie immer viel Besuch bekam und nun gerne etwas gehabt hätte, um sich an diesen Besuch auch noch zu erfreuen und zu erinnern, wenn er schon wieder weg war. Sie wusste nur nicht, was dafür am Besten geeignet wäre.
Also ging sie in die Stadt, um sich umzusehen und dabei zu überlegen, was denn wohl das Beste dafür wäre…

Als erstes führte sie ihr Weg zum Bäckermeister Kuchenschaufel – der konnte ihr da aber nicht weiterhelfen, denn die Brötchen und Stückchen, die er immer für ihre Besucher buk, wurden immer gegessen – und wenn der Besuch weg war, waren auch die Brötchen und Stückchen weg.

Dann ging sie zum Malermeister Pinsel. Der empfahl ihr einen seiner Pinsel und Farbe – damit die Besucher bei der Frau auf die Wand schreiben könnten. Allerdings hatte die Frau so viele Regale und Schränke, dass sie keinen Platz an der Wand frei hatte. Dies war also auch nichts.

Als letztes versuchte sie es noch beim Schneidermeister Stopfer. Der zeigte ihr eine seiner Sticknadeln und die verschiedensten bunten Garne, die man mit so einer Nadel versticken kann. Da dachte sich die Frau „Das ist genau das richtige – so kann jeder mir als Andenken etwas sticken!“ – und schwer beladen mit Nadeln und Garnen kehrte sie nach Hause zurück.

Ab diesem Tag durfte jeder ihrer Besucher etwas in eine ihrer vielen Kissen sticken, wenn er sie besuchte – und oft bildeten sich große Stickgruppen bei ihr, weil dies allen so eine Freude bereitete, zusammen etwas zu sticken.

Und die Moral von der Geschicht – keine Ahnung – das hat man mir nicht aufgestickt.

 

Nadel

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