Anzahl der Gedanken mal x = Liebe hoch y ?

Ich denke an jemanden. Sagt die Anzahl der Gedanken an eine Person jetzt etwas darüber aus, was man für denjenigen empfindet? Wenn ich jeden Morgen z.B. an xy denken muß – heißt das, das ich xy liebe?
Wäre die Art der Gedanken da nicht wichtiger, als nur die bloße Menge? Das WAS wichtiger als das WIE OFT?
Wenn ich jeden Morgen an die Lottozahlen denken muß, bedeutet das ja nicht, dass ich die Lottozahlen „liebe“. Hab‘ ich einen Promikalender im Schlafzimmer hängen, fällt es eher schwer, diesen Promi nicht zu beachten. Ich denke mal, das könnte man mit den Gedanken an den rosa Elefanten vergleichen. Kennen Sie nicht? Dann denken Sie jetzt NICHT an einen rosa Elefanten.
Sie verstehen, was ich meine?
Aber nur, das Sie jetzt eben „nicht“ an einen rosa Elefanten gedacht haben, heißt das ja nicht, das Sie ihn lieben.

Die Menge der Gedanken an eine Person als Argument für die Gefühle gegenüber dieser Person zu nehmen, halte ich für falsch. Die Art und Intensität der Gedanken dagegen nicht.
Denn wenn ich öfters an jemanden denke, denke ich nicht, dass ich gleich in den jemand verliebt bin.
Was wäre denn dann das Gegenteil?
Ich denke an jemanden nicht – also hasse ich ihn?
Nein, das funktioniert nicht.
(Abgesehen davon denke ich, das Liebe und Hass durchaus das gleiche Ergebnis bewirken können – Bauchschmerzen. Nur bei der Liebe wird das dann als Schmetterlinge bezeichnet. Doch im Prinzip ist der Effekt ähnlich. Aber Schmetterlinge sind natürlich angenehmer…)

Denke ich an jemanden oft – gut, dann denke ich halt an ihn. Punkt.
Ist aber irgendwo ein „WOW!“ – oder auch ein „Seufz“ dabei, dann sagt das schon eher etwas über die Gefühle aus. Und wenn sich diese „WOW“s und „Seufz“er häufen, DANN könnte man sagen, man liebt jemanden.
Hassen oder Abneigung funktioniert dabei dann mit „Grrrr“.
Und je mehr „WOW“ „Seufz“ und „Grrr“ Sie denken, desto deutlicher werden Ihnen die Gefühle für die anderen.
Qualität schlägt dabei Masse.
Ein einziges fettes „SEUFZ!!!!!!“ schlägt locker tausend kleine „wow“s.

Auf welcher Höhe der Skala befinden sich die Menge und Art Ihrer Gedanken?

Gedankenart